Stress ist keineswegs ein Phänomen, von dem nur einige Menschen betroffen sind. Im Gegenteil, Stress erlebt jeder, denn er ist eine natürliche Körperreaktion auf äußere Faktoren und Einflüsse.
Eine gewisse Portion Stress ist sogar gesund und kann das Leben attraktiver gestalten. Ein „zu viel“ an Stress hingegen macht uns krank! Um zu erkennen, ob es sich um „guten“ oder „schlechten“ Stress handelt, ist es wichtig, krankmachende Stress-Symptome zu erkennen und ihm mit entsprechenden Schritten entgegen zu treten. Hierzu sind einige Techniken bekannt und haben sich über lange Zeit bewährt.
Was ist Stress?
Zunächst einmal sollte geklärt werden, was Stress eigentlich ist. Es ist keinesweg so, dass nur Menschen unter Stress leiden können, auch Tiere werden von stressauslösenden Faktoren (Stressoren) befallen. Unter Stress versteht man die psychische und physiologische Reaktion des Körpers, die ihn dazu befähigt, besondere Anforderungen zu bewältigen. Hieraus entsteht sowohl eine körperliche, wie auch eine geistige Belastung. Auf physikalischer Basis kann Stress dabei durch äußere Umgebungsumstände ausgelöst werden, wie etwa Lärm, Hitze oder Zigarettenrauch. Auf emotionaler Ebene sind Stressoren wie Erwartungshaltungen, Befürchtungen oder die innere Einstellung zu einem Problem zu finden.
Hierbei unterscheidet man zwei Stressarten, einmal den guten Stress (Eustress) und den schlechten Stress (Distress), die ganz unterschiedliche Auswirkungen auf den Körper haben.
Guter Stress
Das physiologische und psychologische Grundprinzip, um den Körper gesund zu erhalten, ist ein gut aufeinander abgestimmtes Prinzip aus Spannung und Entspannung. Der Mensch braucht eine gewisse Portion Stress, um das Leben gesund und lebenswert zu gestalten. Der Punkt, bis zu welchem Stress die Gesundheit unterstützt ist dabei von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Wie der Einzelne auf Stressauslöser reagiert ist dabei von vielen Faktoren abhängig.
Schlechter Stress
Jede Stress-Situation wird vom Körper individuell bewertet. Das hängt zum einen vom Gesundheitszustand, von der Erziehung und auch von den Erbanlagen ab. In der heutigen Zeit nehmen Hektik und Distress immer mehr zu, was durch den straffen Zeitplan eines jeden Menschen erkannbar ist. Täglich werden uns Aktionen abverlangt, auf die unser Körper reagieren muss, ein zu Viel dieser Faktoren löst schlechten Stress aus und macht uns auf Dauer krank.
Folgen und Reaktionen
Das Resultat von zu viel schlechtem Stress ist, dass der Körper mit zahlreichen Symptomen wie innerer Unruhe, Konzentrationsschwäche, Antriebslosigkeit, Schlafstörungen und Resignation reagiert. Die Folgen von anhaltendem krankmachendem Stress, der oftmals „hausgemacht“ ist, sind Blutdruckanstieg, Gefässkrankheiten, Herzmuskelschäden, Verspannungen, usw. Dabei gehen Erwachsene und Kinder ganz unterschiedlich mit Stress um. Während sich bei den Erwachsenen oftmals körperliches Symptome und depressive Gemütszustände zeigen, reagieren Kinder hauptsächlich mit psychischen Phänomenen.
Stressbewältigung
Um dem Stress sinnvoll entgegen zu treten, muss der Körper lernen
Stressreaktionen abzubauen und Stressreize zu vermeiden. Dem Stress also bewusst auszuweichen oder Distress in Eustress umzuwandeln. Der Wechsel zwischen Spannungen und Entspannungen gehören zwar zum Alltag, müssen aber gut proportioniert sein. Zur aktiven Stressbewältigung gibt es daher unterschiedliche Entspannungsmethoden. Unterstützenden zum Abbau von Verspannungen und dem Erlernen verschiedener Entspannungstechniken gehört aber auch eine entsprechende positiven und dynamischen Lebenshaltung. Wer entspannt und mit sich im Reinen ist, der tritt selbst großen Stresssituationen ganz locker entgegen. Verschiedene Selbsthilfeprogrammen (Autogenes Training, Tiefenmuskelentspannung) führen dabei zu einer inneren und äußeren Ruhe und unterstützen Körper udn Geist beim alltäglichen Kampf gegen den Stress.